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Flächendeckender Fachkräfteengpass in der Physiotherapie nachgewiesen

09.09.2017

In neun Bundesländern ist der Fachkräftemangel in der Physiotherapie nachgewiesen. In sechs weiteren gibt es deutliche Anzeichen für einen Fachkräfteengpass. Nur Hamburg ist von diesem Trend bislang noch nicht betroffen.

"Im Vergleich zur Situation von vor einem Jahr hat sich die Engpasssituation deutlich angespannt", heißt es in der aktuellen Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit. Praktisch bedeutet das: Immer mehr offene Stellen bleiben immer länger unbesetzt und die Zahl der arbeitslosen Physiotherapeuten sinkt auf ein Rekordtief von einem Prozent.

Zweimal pro Jahr beleuchtet die Behörde die Fachkräftesituation in Deutschland. Die Physiotherapie taucht dort als einziger Heilmittelberuf auf – und das zum wiederholten Mal in Folge.

"Die Auswirkungen des Fachkräftemangels liegen auf der Hand und sind Aufhänger für unsere Gespräche mit der Politik im Bundestagswahlkampf und auch mit den Krankenkassen: Immer weniger Physiotherapeuten für immer mehr Patienten, die dringend eine therapeutische Versorgung benötigen. Das kann und darf nicht so bleiben", betont Thorsten Vogtländer, Geschäftsführer von PHYSIO-DEUTSCHLAND.

Physiotherapie erscheint erstmalig in der Positivliste – Zuwanderung erleichtert

Die Bundesagentur für Arbeit zieht erste Konsequenzen aus den Daten zur Physiotherapie und setzt unseren Beruf auf die sogenannte „Positivliste – Zuwanderung in Ausbildungsberufe“. Voraussetzung dafür ist, dass in mehr als zwei vorangegangenen Fachkräfteengpassanalysen nahezu bundesweite Engpässe festgestellt wurden. Dies ist für die Physiotherapie der Fall.

 

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